Was tun mit den gejäteten (Un)Kräutern?

bearbeitet June 2015 in Naturnahe Gartenpflege
Das mit den Unkräutern gehen alle ein bisschen anders an. Ich kenne viele, die die lästigsten Pflanzen in einem Züri-Sack der Kehrichtabfuhr übergeben.

Eigentlich ist es schade, wenn man die Biomasse aus dem Garten schafft. Dadurch wird dem Boden dauerhaft Nährstoffe entzogen, anstatt wieder zugeführt. Umsomehr muss man dann diese irgendwo kaufen und anschleppen.

So gehts auch:

Samenunkräuter
Bei Löwenzahn und Co. achten, dass diese erst gar nicht zum Blühen kommen. Solange die Samen nicht ausgereift sind, besteht keine Gefahr der Vermehrung im Kompost. Ausserdem ist Löwenzahn aufgrund seines hohen Nährstoffgehalts ein willkommener Dünger für einen guten Kompost.

Wurzelunkräuter
Wenn man gut kompostiert, sind Wurzelunkräuter eigentlich kein Problem. Die hohe Temperatur bei der Verrottung (bis 70°C) bringt viele Kräuter zum Erliegen. Sobald man den Kompost wendet oder zur zwecks Ausbringung leert und siebt, kann man die weissen Wurzeln gut erkennen und aussortieren.

Effizientes Kürbisshügelbeet:
Wenn ich im Frühling wiedereinmal richtig fleissig gejätet habe und viele Unkräuter anfallen, mache ich an einem passenden Platz einen Hügel damit. Sobald der Hügel genug hoch ist, presse ich den Krauthaufen und gebe eine ca. 15cm dicke Schicht mit einer Erde-Kompostmischung darauf. Dann pflanze ich zuoberst einen oder mehrere Kürbisse.
Durch die entstehende Wärme und die freiwerdenden Nährstoffe gedeiht der Kürbiss prächtig! Ausserdem beschattet er beinahe sein ganzes Umfeld und macht es den Unkräutern weiter schwer, sich zu entwickeln.


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