Kleine Düngerübersicht

bearbeitet May 2013 in Naturnahe Gartenpflege
Stickstoff (N) : Er fördert das Wachstum der Triebe und Blätter und ist der Stoff der zur Bildung der lebenswichtigen Eiweissverbindungen notwendig ist. Stickstoffdünger sind Leguminosen wie Schmetterlingsblüter: Klee, Lupinen, Erbsen und Bohnen, die Stickstoff durch Knöllchenbakterien in ihren Wurzeln und im Boden anreichern. Tierische Dünger mit relativ hohem Stickstoffanteil sind Schaf- und Ziegenmist.
Ueberdüngung mit Stickstoff verursacht Geilwuchs, schwammiges Gewebe.
Mangel: Gelbliche Blätter

Phosphor (P) : Fördert v.a. Blüten- und Fruchtbildung Meist ist er ausreichend vorhanden.
Phosphordünger sind Knochenmehl. Geflügelmist verfügt über einen hohen Phosphorgehalt..
Ueberdüngung: Hemmung im Stoffwechsel. Die Pflanzen können gewisse Spurenelemente wie Eisen und KUpfer nicht mehr aufnehmen. Wachstumsstörungen sind die Folge.
Mangel: Rötlich- oder bräunlich-violette Blattverfärbung, schlechter Wurzelbildung und geringem Fruchtansatz.

Kali (K) : Sorgt für die Festigkeit des Pflanzengewebes. Wichtig auch für Photosynthese.Kalidünger: Geflügelmist, Knochenmehl, Holzasche (z.B. Rüebli und Selleri benötigen Kali).
Ueberdüngung: Wuchshemmung
Mangel: Blätter werden an den Rändern braun und sterben evt. ab. Die Pflanzen wachsen nicht gut und gehen evt. plötzlich ein.

Anfangs Saison wird, sobald man die Beete vorbereitet ein Dünger mit Hornspänen verwendet, ein sogenannter Langzeitdünger. Diesen streue ich über die ganzen Beete. Ich nehme jeweils den biologischen von Hauert. Auch die Beerensträucher benötigen Dünger.

Kurz vor den Sommerferien nehme ich für alle Starkzehrer nochmals eine Kopfdüngung vor. Ich nehme den sogenannten Quickdünger auch von Hauert, ohne Hornspäne. Der wird leicht eingearbeitet.

Noch ein Wort zu Pferdemist: Ich bin keine Freundin von Pferdemist. Er ist nicht sehr nährstoffhaltig und birgt die Gefahr, dass man sich früher oder später unerwünschte Werren in den Garten holt, die man kaum mehr weg kriegt. Werren fressen einen die Pflanzen.

Daneben gibt es die Gründüngung, v.a. mit Phacelien, welche nicht nur den Boden lockert, sondern eine Bienenweide ist und Unkraut unterdrückt und dem Boden auch Nahrung liefert. Nicht zu vergessen die Düngung mittels Jauchen (flüssige Düngung) um nur einige zu nennen. Es lohnt sich, sich damit näher zu befassen.

Bitte keinen Torf verwenden, da dadurch wertvolle Kulturfläche verloren geht.

Und noch etwas: Die Erde sollte regelmässig gelockert werden (nicht umstechen, nur die Oberflüche leicht hacken) sie braucht Luft.


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